5. Etappe

 

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Die 5. Etappe bezeichne ich gerne als unsere "Königsetappe". Am Ende des Tages hatten wir zwar auch "nur" 102 km, aber mit dem Col du Portillon, Col de Peyresourde und dem Col d'Aspin drei absolute Klassiker der Tour de France, die fast jedes Jahr gefahren werden (zuletzt 2006 während einer Etappe).

 

Von St. Béat ging es bei herrlichem Sonnenschein ca. 15 km durch Spanien, ehe es in Bossot rechts in Richtung Col du Portillon abzweigte.

Höhenprofil "Col du Portillon"

 

 

Während des knapp 9 km langen Anstiegs konnte man hin und wieder den Blick ins Tal schweifen lassen. Auf der Straße konnte man noch gut die Namen der Fahrer lesen, die vor knapp 3 Wochen hier ihr Bestes gaben.

 

 

 

 

 

 

Am Gipfel befand sich auch wieder die Grenze zu Frankreich, unser Abstecher nach Spanien war nun auch wieder vorbei. Am Ende der Abfahrt geht es durch Luchon, danach beginnt gleich der 15 km lange Anstieg zum Col de Peyresourde.

 

Höhenprofil "Col de Peyresourde"

 

Da wir uns nun bereits in den "Haute Pyrénées" befanden, begann für mich der schönste Teil unserer Tour, was v.a. die Landschaft betrifft. Der Peyresourde wurde schon über 50 mal bei der Tour gefahren. Ab Luchon führt die Strecke kurven- und kehrenreich höher. Ab Garin begleiten nur mehr einzelne Bäume die Straße und man überblickt die Wiesenmatten der umliegenden Berge. Der Gipfelhang wird in 3 Serpentinen genommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenige Meter bis zur Passhöhe. Rechts nicht nur ein Bild auf der Passhöhe, sondern auch an der Wasserscheide.

 

 

 

 

 

Beim Blick zurück sieht man nicht nur ein wunderschönes Panorama, sondern auch die Straße, die wir hochgefahren sind.

 

Die Abfahrt erstreckt sich über 15 km lang durch das Tal bis Arreau, von dort beginnt der Anstieg zum Col d'Aspin, dem letzten Berg vor dem Col du Tourmalet.

 

Höhenprofil "Col d'Aspin"

 

 

 

Etwa 700 Höhenmeter mussten noch einmal überwunden werden, auf einer Länge von 12 km bedeutete dies eine angenehme Steigung von etwa 6 - 7 % im Schnitt.

 

 

 

 

 

Bereits kurz nach Arreau kann man weit oben die Passhöhe erkennen. Vereinzelt am Straßenrand stehende Bäume können die schöne Aussicht bei der kurvenreichen Auffahrt nicht verhindern. Auf der Passhöhe hat man ein schönes Panorama auf die Serpentinen sowie auf das Tal in Richtung Col de Peyresourde.

 

 

Diese Etappe fand ich persönlich die schönste, sowohl landschaftlich, als auch Pass- und Fahrtechnisch. Natürlich hat das Wetter auch mitgespielt. Nach ca. 102 km nahmen wir uns in Ste. Marie de Campan, am Fuße des "Tourmalet", ein Hotel.

 

 

Bei der Hälfte unserer Tour wurde es Zeit mal auf einer Matratze zu schlafen, und abends ein ordentliches 4-Gänge-Menü mit Rotwein zu genießen.