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Die dritte Etappe ging ins letzte der drei Täler, das Kaunertal. Von unserem Campingplatz gibt es zwei Anfahrten ins Kaunertal: Bei Wenns im Pitztal über die Piller Höhe (1560 m) oder im Inntal entlang über Landeck bis Prutz. Um nicht zweimal über die Piller Höhe fahren zu müssen, entschieden wir uns, auf der Hinfahrt über Landeck anzufahren. Dies führte dazu, dass wir bereits 45 km zurückgelegt hatten, ehe wir ins eigentliche Kaunertal einbogen.
Von Prutz aus sind es etwa 40 km bis zum Kaunertaler Gletscher, und etwa 20 km bis zum Stausee. Gleich zu Beginn steigt die Straße kurzzeitig mit 8 % an, ehe sich die Steigungsprozente bei etwa 5 % einpendeln und sich mit immer wieder flacheren Zwischenpassagen abwechseln. Die ersten Kehren beginnen erst kurz vor der Staumauer, die auf dem rechten Bild schön zu sehen ist.
Höhenprofil "Kaunertaler Gletscherstraße"
Während sich die ersten Kehren quasi entlang der Staumauer hochschrauben, ist man am Stausee bereits auf 1772 m Höhe.
Am anderen Ende des Stausees lassen sich schwach die weiteren Kehren in Richtung Gletscher erkennen. Rechts der Blick von der Staumauer zurück ins Kaunertal. Die Tatsache, dass wir am Stausee bereits 70 km zurückgelegt hatten, es 14 Uhr war, wir heimwärts noch über Piller Höhe wollten und es bis zum Gletscher noch einmal weitere 20 km Anstieg waren entschieden wir uns, nicht noch bis zum Gletscher zu fahren, sondern lieber ohne Hektik und Stress uns auf den Heimweg zu machen.
Das linke Bild zeigt die Abzweigung vom Kaunertal zur Piller Höhe. Ein "kleiner Anstieg", der so manche Überraschung beherbergt. Denn die 7 km Anstieg auf 1560 m haben es teilweise wirklich in sich!
Die anfänglichen 8 % sind zugleich auch die niedrigsten Steigungswerte, die erklommen werden müssen. Denn schon nach 2 km wird es deutlich zweistellig, was mit 20 % den Höhepunkt markiert... kurzzeitig dachte ich wirklich, ich fall mit dem Rad einfach um...!!
Entschädigt wird man allerdings mit herrlichen Panoramen und Tiefblicken ins Inntal. Oft sind es die unbekannten und kleineren Pässe, die einen positiv überraschen! Im Vergleich zu der Anfahrt über Landeck ist die Route über die Piller Höhe um einiges abwechslungsreicher, interessanter und schöner. Unterschätzen sollte man sie aber nicht. So kamen wir nach 135 km wieder am Campingplatz an und waren recht froh, dass wir so vernünftig waren und nicht bis zum Gletscher hochfuhren, obwohl es im ersten Moment natürlich Überwindung kostet, so kurz vorm Ziel umzudrehen.
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