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Von unserem Campinplatz in Realp (nähe Andermatt) ließen sich in 2 Tagen 2 herrliche Runden mit jeweils 3 zu befahrenden Pässen radeln. Am ersten Tag, andem wir auch morgens angereist sind, standen ca. 100 km und 3 Pässe auf dem Programm - der Frukapass, der Nufenenpass und wohl der bekannteste und vielbefahrenste Pass der Schweiz, der St. Gotthardpass.
Auf dem linken Bild, erst 2 km nach unserem Campingplatz, die erstem Meter des Furkspasses. In den ersten 5-6 Serpentinen gewann man schnell an Höhe und hatte immer einen schönen Blick zurück ins Tal in Richtung Andermatt. Ganz am Ende des Tales sieht man schwach den Anstieg des Oberalppassen.
Bei herrlichen Wetter zieht sich die Straße knapp 13 km und 900 Höhenmeter hinauf zum Pass auf 2436 m. Wem das Radeln zu antrengend ist, kann auch mit einer alten Dampflok hochfahren, mit der man übrigens fast alle schweizer Pässe genießen kann. Auf dem rechten Bild, knapp einem Kilometer vor dem Passschild, der Blick auf die bereits zurückgelegten Höhenmeter.
Links das Passchild des Furkapasses, rechts bereits die ersten Meter der Abfahrt. Am Ende der Straße ist eine Haltebucht, von der aus man, so finde ich, eines der schönsten Alpenpanoramen bewundern kann ...
Bei diesem Panorma ist es wahrlich schwer weiterzufahren, aber vor uns stehen noch weitere 2 Pässe. Und als kleiner Trost, am morgigen Tag dürfen wir die Strecke bis hierher nochmal fahren. Die Straßen sind alle in einem sher guten Zustand, so dass man es auch auf der Abfahrt mal rollen lassen kann.
In Gletsch, wo es wieder hoch zum Grimselpass geht (morgiger Tag), fahren wir heute weiter bergab in Richtung Ulrichen. In dem kleinen aber bekannter Ort (des öfteren Start- und Zielort von Tour de Suisse Etappen) zweigt die Straße in Richtung Nufenenpass ab. Auf dem linken Bild befinden wir uns auf einem kleinen Zwischenplateau, bevor es die letzten Kilometer steil und serpentinenreich zum Pass geht (rechtes Bild).
Im nachinein war der Nufenenpass für mich am schwersten zu fahren. Warum kann ich nicht sagen, aber die letzten 7 Kilometer waren die reinste Qual. Nur gut, dass noch der Gotthardpass mit fast durchgehender Pflasterstraße auf uns wartet... Links der Blick auf den Griessee. Rechts das Dach unserer diesjährigen Tour, der Nufenenpass mit 2478 m.
Der "San Gottardo" Einer der wichtigsten schweizer Nord/Süd-Passagen mit langer Tradition. Mittlerweile gibt es 4 Möglichkeiten, den Pass zu überqueren bzw. zu unterfahren. Durch den Gotthardtunnel mit 17 km Länge, mit der Eisenbahn, mit einer gut ausgebauten Bundesstraße ... und über die alte Poststraße! (welche natürlich wir bevorzugten) Vor allem die letzten knapp 5 Kilometer sind aufgrund der alten Pflastersteine, der langen Tradition des Postverkehrs über den Gotthardpass, und des besonderen Flairs was ganz besonderes ...
Höhenprofil "St. Gotthardpass"
Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, während ich hochgefahren bin, die Videokamera ca. eine Minute mitlaufen zu lassen, um zwei Serpentinen auf jetzt noch einmal Revue passieren zu lassen. Auf wenn die Sonne bereits hinter dem Berg verschwunden war und ein kühler Wind aufzog, waren diese letzten Kilometer auf Pflastersteine wirklich was ganz besonderes!
Auf dem linken Bild ist die gut ausgebaute Bundesstraße zu sehen, während rechts bereits die Passhöhe zu erkennen ist. Da der Anstieg mittlerweile fast komplett im "Abendschatten" lag, war es gut frisch am Pass, so dass wir uns zügig umzogen, und uns in die letzte Abfahrt des Tages begaben.
Links das Passschild des 2091 m hohen St. Gotthards. Wie berühmt er ist, lässt sich wohl auch an dem Schild erkennen ... Rechts ein Blick in die Abfahrt, welche größtenteils auf der gut ausgebauten Bundesstraße ins Tal führt.
Nach ziemlich genau 100 km, 3 Pässen und 3000 Höhenmetern waren wir wieder am Campingplatz in Realp. Perfektes Wetter, wunderschöne Pässe, herrlichen Panoramen und eine traumhafte Runde!
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