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Vom 14.3.-16.03.3006 war ich mit meiner Freundin 3 Tage in Rom. Das Highlight war natürlich überraschenderweise die Mittwochs-Messe von Papst Benedikt XVI (unserem Papst!!!) Mit dem Wetter hatten wir Glück, so dass wir in der "Ewigen Stadt" fast alle bekannten Sehenswürdigkeiten gesehen haben. Wenn man allerdings ehrlich ist, dann weiß jeder, der schon mal in Rom war, dass man 4 Wochen in Rom sein könnte, und man trotzdem erst die Spitze des Eisberges gesehen hat. Dennoch möchte ich ein paar Bilder und Eindrücke zum Besten geben.
Das Kolosseum (links), welches von 72 - 80 n. Chr. unter Kaiser Vespasian gebaut wurde, ist wohl das bekannteste Amphitheater überhaupt. Mit einer damaligen Aufnahmekapazität von 55.000 Besuchern, wurden hier, vom Kaiser und wohlhabenden Bürgern zur kostenlosen Belustigung, Kämpfe zwischen wilden Tieren und Gladiatoren veranstaltet. Der 315 n. Chr. eingeweihte Triumphbogen (rechts) feierte Konstantins Sieg über seinen Mitkaiser Maxentius.
Das Forum Romanum (links) war im Alten Rom Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen und gerichtlichen Lebens. 46 v. Chr. ließ Julius Caesar aufgrund der wachsenden Bevölkerung ein neues errichten. Rechts führt Michelangelos "Cordonata" (Treppenanlage) hinauf zum Kapitol, dem früheren Mittelpunkt der Römischen Welt. Bis heute ist das Kapitol Sitz der Stadtregierung, in den beiden anderen Gebäuden befinden sich heute die Kapitolinischen Museen.
Direkt ans Kapitol anschließend befindet sich das große weiße Denkmal, welches 1911 zu Ehren von Vittorio Emanuele II von Savoyen, dem ersten König des vereinten Italien, eingeweiht wurde.
An unserem 2. Tag war es dann soweit, wir wollten den Petersdom anschauen, und als wir um ca. 10 Uhr am Petersplatz waren, kam die Überraschung. Papst Benedikt XVI hielt eine öffentliche Audienz. Ca. 20000 Menschen versammelten sich am Petersplatz, und dann fuhr "unser" Papst in einem "Cabrio" winkend durch die Reihen der Menschen, ca. 30m von uns entfernt! Echt ein irres Gefühl!
Anschließend ging es in die Vatikanischen Museen. Ein Muss für alle Romreisende. Allerdings war echt sehr viel los, was echt schade war, so dass man fast keine Zeit hatte, alle Kunstwerke zu bestaunen und zu bewundern. Normalerweise müsste man eine Woche lang jeden Tag in dieses Museum, um alles in Ruhe anzuschauen, dennoch war es auch in 3 Stunden schon absolut fabelhaft. Zum Museumskomplex gehört auch die Sixtinische Kapelle.
Links die endlosen Gänge mit bezaubernden Deckenverzierungen und jede Menge Bildern, Wandteppichen und Fresken. Rechts die "Auferstehung Christi" auf einem Wandteppich.
Dann war soweit, wir betraten die sixtinische Kapelle, in welcher die Bischöfe beim Konklave ihren neuen Papst wählen. Die Wände wurden von den bedeutendsten Künstlern des 15. und 16. Jahrhunderts mit Fresken bemalt. Den Abschluss der Arbeiten bildete Michelangelos Altarfresko "Das Jüngste Gericht", das er zwischen 1534 und 1541 schuf.
Ein weiteres Meisterwerk Michelangelos ist das Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle, welches er von 1508 bis 1512 schuf. Die zentralen Bildfelder, Schöpfungsgeschichte und Sündenfall, sind von Szenen aus dem Altem und Neuem Testament umrahmt. Um unteren zentralen Teil des Bildes, ist das bekannte Fresko der "Schöpfung Adams".
In der Pinakothek der Vatikanischen Museen, sind einige der bekanntesten und berühmtesten Bilder der Renaissance-Künstler. Links ist Raffaels letztes Gemälde, die "Verklärung Christi", welches eine Szene aus dem Evangelium darstellt. Rechts ist Caravaggios "Grablegung Christi" zu sehen.
Anschließend ging es an dem "Castel Sant' Angelo" oder Engelsburg vorbei. Die Engelsburg (linkes Bild) diente im Mittelalter als Zitadelle und Gefängnis und in politisch unsichereren Zeiten auch als Wohnsitz der Päpste. Heute führt ein Museum zu den prunkvollen Gemächern der Renaissance-Päpste.
Auf dem Piazza Navona, Roms schönstem Platz, steht Berninis "Fontana dei Quattro Fiumi", welcher 1651 für Papst Innozenz X. erbaut wurde. Überragt von einem römischen Obelisken, stellen die vier Giganten des Brunnens, die vier größten damals bekannten Flüsse der Erde dar: Ganges, Donau, Nil und Rio de la Plata. Im Bild unten die symbolische Figur des Ganges, rechts die Figur des Nil, aufgrund des damals unbekannten Ursprungs mit verschleiertem Kopf, links die Figur des Nil, auf der Rückseite des Brunnens die Figur des Rio de la Plata.
Kaiser Hadrian, 118 - 125 n. Chr., ersetzte mit dem Pantheon einen Tempel, den Marcus Agrippa 27-25 v. Chr. hatte erbauen lassen. Im Mittelalter wurde aus dem der "Gesamtheit der Götter" geweihten Tempel eine Kirche und im Laufe der Zeit ein Wahrzeichen Roms. Höhe und Durchmesser des Rundbaus betragen ca. 43 m. Das einzige Licht fällt durch den "oculus", eine Öffnung am höchsten Punkt der Kuppel.
An unserem letzten Tag ging es dann nochmals zum Petersdom, da dieser ja am Vortag wegen der Audienz geschlossen war. Bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. entstand über dem Grab des heiligen Petrus ein Sakralbau. Kaiser Konstantin ließ 349 n. Chr. die erste große Basilika fertig stellen. Da der Bau im 15. Jahrhundert einzustürzen drohte, legte Papst Julius II. 1506 den Grundstein für eine neue Kirche. Die größten Architekten der Renaissance und des Barock benötigten über 100 Jahre für den Dom.
Die Basilika ist 187 Meter lang, der marmorverkleidete Innenraum birgt neben unschätzbaren Kunstwerken auch elf Kapellen und 45 Altäre. Das Zentrum bildet der Papstaltar unter Berninis Bronzebaldachin zwischen den vier Pfeilern, die Michelangelos 136 Meter hohe Kuppel tragen.
Als letzte Station der wohl schönste und bekannteste Brunnen Roms, der "Fontana di Trevi". Gemessen an den anderen Sehenswürdigkeiten in Rom, ist der Trevi-Brunnen relativ jung, da er von Nicola Salvis erst 1762 fertig gestellt wurde. Eine mit dem Brunnen verbundene Legende besagt, dass jeder Besucher, der eine Münze in den Brunnen wirft, eines Tages nach Rom zurückkehren wird. (Als ich 1999 von der Toskana aus einen 1-Tages-Abstecher nach Rom machte, warf ich damals schon eine Münze in den Brunnen. Dieses Mal natürlich auch, zusammen mit meiner Freundin, und ich glaube auch nicht, dass dies unser letzter Besuch in Rom war!)
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