Sella-Runde

 

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Die wohl bekannteste Tour in den Dolomiten ist die Sellarunde. Nach knapp 55 km und 4 Pässen ist man einmal rund um die Sella-Gruppe. Mit der Anfahrt von unserem Campingplatz "Sass Dlacia" (St. Kassian) nach Corvara und zurück kamen wir auf etwa 80 km. Wenn wir unseren Blick nicht der nächsten Serpentine oder dem wunderschönen Felsmassiv widmeten, richteten wir ihn nach oben, denn es hingen dicke Wolken in den Bergen.

 

 

Auf dem linken Bild der Beginn unserer Sellarunde in Corvara. Wir fuhren entgegen dem Uhrzeigersinn um das Massiv, und begannen demnach mit dem Anstieg zum Grödner Joch. (rechtes Bild)

 

 

 

 

 

Die Serpentinen hinauf zum Grödner Joch ließen sich herrlich fahren, nicht zu steil und schön gleichmäßig. Oben hingen die Wolken im Massiv und es kühlte auf ca. 10 Grad ab.

 

Höhenprofil "Grödner Joch"

 

 

Das schöne an der Sellarunde ist, das die Anstiege nicht sehr lang sind, im Schnitt ca. 7 km, da man zwischen den Pässen nie unter 1600 m abfährt. So lassen sich die 4 Pässe sehr angenehm fahren, mit einem grandiosen Panorama.

 

 

Links die Abfahrt in Richtung Sellapass-Abzweig. Rechts kurz vor dem Sellapass. Hier war ich bereits alleine unterwegs, da Alex im Anstieg die Kette gerissen ist. Ich bin zugefahren, um ihn im Notfall mit dem Auto abzuholen. 

 

 

 

 

Auf dem Sellapass angekommen, konnte man bereits den Anstieg des Pordoi sehen. Das rechte Bild zeigt den Anstieg am Pordoi mit Blick zurück auf den Sellapass.

 

 

Höhenprofil "Passo Sella"

 

 

 

Wenige Meter vor dem Gipfel des Pordoi begann es dann zu Regnen. Ich machte mich zügig auf die Abfahrt nach Arabba, wo es deutlich heller war. Rechts ein Denkmal an Fausto Coppi auf dem Pordoi. 

 

Höhenprofil "Passo Pordoi"

 

 

Da Abfahrt nach dem Pordoi ist wirklich herrlich. Die Straßen waren trocken, die Serpentinen gut einzusehen, da konnte ich es nochmal rollen lassen.

 

 

In Arabba zweigte die Straße Richtung Campolongo ab. Nur ca. 4 km Anstieg. Ein Blick zurück und ich wusste, dass die Regenwolken immer näher kamen. Auf dem Pass angekommen fing es auch prompt zu tröpfeln an.

 

 

Höhenprofil "Passo Campolongo"

 

 

 

Die Abfahrt nach Corvara, unserem Startort der Sellarunde, konnte ich relativ trocken bestreiten. Die letzten Km im Anstieg zu unserem Campingplatz aber hat es mich erwischt. Es goss in Strömen! Zum Glück musste ich nur noch ca. 7 km bergauf fahren. Vollgas und mit Puls 180 wurde mir dann auch nicht kalt...

 

 

In diesem Moment dachte ich an Alex und Flo, wo die beiden wohl stecken mögen. Als ich mich mit dem Auto auf den Weg machte, kamen mir die beiden bereits nach 10 km entgegen gefahren. Alex hatte oben am Sellapass einen Radler gefunden, der ein Kettennietgerät dabei hatte. Also nochmal Glück im Unglück...

Trotz des nicht ganz perfekten Wetters wirklich eine traumhafte Runde: Nicht zu lang, nicht zu schwer, und herrliche Panoramen rund um das Felsmassiv!